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Mindfuck

1000 Fragen an mich selbst (Teil 1 und 2)

Wenn ich eines liebe, dann Dinge zu hinterfragen. Als Kind habe ich mal mit meinen Eltern eine lange Diskussion darüber geführt, warum es eigentlich zu Bußgeldern führen kann, wenn man einfach nackig draußen rumläuft. Warum das nicht die Entscheidung jedes einzelnen sein darf, ob man nun Kleidung anziehen möchte oder nicht.

Zugegeben ist das keine ganz lebensverändernde Frage aber grundsätzlich war ich noch nie der Typ, der einfach Dinge so hinnahm, wie sie sind. Schon gar nicht, wenn es um mich selbst ging.

Johanna von Pinkepank hat sich vor kurzem die Frage gestellt, wer sie eigentlich ist, seit sie Mutter ist und begibt sich dafür mit vielen Fragen auf einen Weg der Selbstfindung/oder – fürsorge. Oder vielleicht auf einen Weg, ein paar weitere Aspekte ihres Selbst neu zu erkennen oder zu definieren.

Sich zu fragen, wer man ist und, wo man im Leben gerade so steht, kann ja manchmal auch ganz schön anstrengend sein. Ich glaube, dass neue Lebenssituationen auch immer neue Perspektiven erlauben und man seine ganzen Rollen, die man so täglich einnimmt, nicht einfach nur so stehen lassen sollte. Wenn man sich mehr bewusst macht, wer man im Ganzen, mit allen guten und schlechten Seiten, wirklich ist, dann ändert sich vielleicht auch der Blickwinkel auf Erlebnisse oder auch andere Menschen.

Weil ich Johannas Idee mit den 1000 Fragen so schön finde, möchte ich auch gerne mitmachen. Ich steige zwar direkt mit zwei Teilen (ein Teil wird immer 20 Fragen beinhalten) ein, aber vielleicht ist das schon die erste Erkenntnis: Ich muss nicht immer vorne mit dabei sein und kann mich ganz gut damit abfinden.

1000 Fragen an mich selbst – #1

1. Wann hast du zuletzt etwas zum ersten Mal getan? Ich hab im letzten Jahr so wahnsinnig viele erste Male gehabt – das erste Mal alleine im Urlaub, das erste Mal auf einen Vulkan gestiegen, das erste Mal ein Auto gemietet, das erste Mal im Linksverkehr gefahren, das erste Mal Yoga in einem anderen Land gemacht, das erste Mal mit einem Schlagersänger auf einer Bühne getanzt,…
2. Mit wem verstehst du dich am besten? Mit Menschen, die irgendwie gleich ticken wie ich.
3. Worauf verwendest du viel zu viel Zeit? Wahrscheinlich mit Instagram und Co und Serien gucken. Ich freue mich auf die hellere Jahreszeit, wenn ich selber auch wieder aktiver werde und mehr draußen als drinnen bin.
4. Über welche Witze kannst du richtig laut lachen? Ich glaube, dass ich einen ziemlich flachen Humor und simplen Humor habe – und alle Witze, die eben so sind, finde ich dementsprechend auch lustig.
5. Macht es dir etwas aus, wenn du im Beisein von anderen weinen musst? Nee, überhaupt nicht. Schön finde ich es zwar auch nicht aber so lange es nicht im beruflichen Kontext ist, finde ich es auch nicht schlimm, wenn ich vor anderen weinen muss.
6. Woraus besteht dein Frühstück? Zur Zeit oft aus Maiswaffeln und Avocado (mega nahrhaft, ich weiß)
7. Wem hast du zuletzt einen Kuss gegeben? Es war eine männliche erwachsene Person…
8. In welchen Punkten gleichst du deiner Mutter? In meiner Schusseligkeit und in dem Quatschen mit wildfremden Menschen – der Kassiererin, dem Busfahrer und Co.
9. Was machst du morgens als erstes? Nachrichten im Radio hören.
10. Kannst du gut vorlesen? Mein Neffe korrigiert mich zwar öfter, weil ich wohl Namen falsch ausspreche aber ansonsten gab es noch keine Beschwerden.
11. Bis zu welchem Alter hast du an den Weihnachtsmann geglaubt? Oh, ich glaube noch im Grundschulalter.
12. Was möchtest du dir unbedingt mal kaufen? Ein Haus mit einem Kamin.
13. Welche Charaktereigenschaft hättest du gerne? Ich wäre manchmal gerne schlagfertiger, vor allem in Situationen, in denen ich nicht Ernst genommen werde.
14. Was ist deine Lieblingssendung im Fernsehen? Ich weiß gar nicht, wann ich das letzte Mal wirklich Fernsehen geguckt habe. Ich glaube, dass der Tatort tatsächlich die einzige Sendung im Fernsehen ist, die ich öfter sehe.
15. Wann bist du zuletzt in einem Vergnügungspark gewesen? Vor fast acht Jahren mit der Wohngruppe meines ersten Jobs‘.
16. Wie alt möchtest du gerne werden? So alt, dass ich nicht das Gefühl hätte, mein Leben nicht wirklich gelebt zu haben.17. An welchen Urlaub denkst du mit Wehmut zurück? An meinen Bali Urlaub vom letzten Jahr. Das Gefühl zum ersten Mal alleine zu verreisen und alles auf eigene Faust zu erledigen, war für mich unglaublich lehr- und hilfreich.
18. Wie fühlt sich Liebeskummer für dich an? Als ob an der Stelle, wo das Herz sitzt, nur noch ein Loch ist und alle Gefühle jeden Tag aufs Neue in dieses Loch fallen.
19. Hättest du lieber einen anderen Namen? Nee.
20. Bei welcher Gelegenheit hast du an dir selbst gezweifelt? Bei meinem letzten Liebeskummer bekam ich große Zweifel an meiner eigenen Auffassungsgabe.

1000 Fragen an mich selbst – #2

21. Ist es wichtig für dich, was andere von dir denken? Es kommt ein bisschen auf den Kontext an. Generell ist es mir schon wichtig. Ich würde mich dafür aber nicht verbiegen.
22. Welche Tageszeit magst du am liebsten? Am Wochenende mag ich den Morgen sehr gerne. Wenn der Tag noch frisch ist und man noch massig Zeit für Alles hat, fühle ich mich auch am besten.
23. Kannst du gut kochen? Meistens habe ich nicht wahnsinnig große Lust zu kochen aber ich würde schon sagen, dass ich es gut kann.
24. Welche Jahreszeit entspricht deinem Typ am ehesten? Der Sommer, ganz klar!
25. Wann hast du zuletzt einen Tag lang überhaupt nichts gemacht? Zwischen den Jahren. Da lag ich an einem einfach den ganzen Tag im Bett und habe maximal Kaffee zum Bett geholt und Serien geguckt.
26. Warst du ein glückliches Kind? Ich glaube, dass viele Situationen in meiner Kindheit nicht so leicht zu verdauen waren, weswegen ich das nicht voll mit „ja“ beantworten kann.
27. Kaufst du oft Blumen? Außer im Winter fast jede Woche.
28. Welchen Traum hast du? Da bin ich so typisch Mädchen: Hochzeit, eigene Familie, Haus mit Kamin und Unsterblichkeit von meinen beiden Katzen.
29. In wie vielen Wohnungen hast du schon gewohnt? Mit der aktuellen Wohnung sind es 6.
30. Welches Laster hast du? Ab und zu brauche ich ein Glas Cola. Das kommt nicht so oft vor aber wenn, dann fahre ich dafür auch abends noch an die Tanke…
31. Welches Buch hast du zuletzt gelesen? 180 Grad Meer von Sarah Kuttner.
32.Warum hast du die Frisur, die du jetzt trägst? Weil ich lange Haare mag. Wenn mein gefärbtes Blond dann auch endlich mal ganz rausgewachsen ist, dann habe ich auch wieder eine richtige Haarfarbe – sogar eine echte, nämlich meine eigene Haarfarbe, nach über 15 Jahren!
33. Bist du von deinem Mobiltelefon abhängig? Ich glaube, dass ich generell nicht von Dingen abhängig bin und mich auch mit einem Leben ohne Mobiltelefon arrangieren könnte, wenn ich müsste.
34. Wie viel Geld hast du auf deinem Bankkonto? Weniger als ich gerne hätte!
35. In welchen Laden gehst du gern? In den Buchladen in meinem Stadtteil.
36. Welches Getränk bestellst du in einer Kneipe? Mexikaner – wenn ich schon in einer Kneipe lande, dann ist der Abend so, dass ich bereit für Schnaps bin!
37. Weißt du normalerweise, wann es Zeit ist, zu gehen? Ich habe ganz oft einen ziemlich Vernunftschalter, weswegen ich Abende nicht so oft ausreize.
38. Wenn du dich selbstständig machen würdest, mit welcher Tätigkeit? Irgendwas mit Tieren.
39. Willst du immer gewinnen? Nö.
40. Gehst du in die Kirche? Nein, zumindest nicht regelmäßig.

 

Das waren die ersten vierzig Fragen – könntet ihr alle so einfach beantworten? Ich bin schon gespannt auf den nächsten Schwung!

By Vanessa, Januar 14, 2018
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ÜBER VANESSA
Vanessa, nordisches Mädchen, beheimatet am Niederrhein. Jung genug, um an Einhörner zu glauben, alt genug, um dem Leben unerschrocken gegenüber zu stehen.
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  • Und dann gibt es Tage, die kosten dich ganz schön viel Kraft. Ein Lächeln in deinem Gesicht lässt diese Tage nicht verschwinden aber es macht sie auch nicht schlimmer 💕  #staystrong #loveyourself
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  • Vor ein paar Jahren bin ich in eine unangenehme Situation geraten, in der mir ziemlich bewusst wurde, was die Debatte um #sayno eigentlich bedeutet.

Ich war im einem Airbnb Zimmer eingebucht, in einer, wie ich erst dachte, WG von einem Mann und einer Frau. Bei der Ankunft in der Wohnung stellte ich fest, dass da nur ein Typ wohnt - aber hey, warum muss das direkt was schlimmes sein? Naiv oder leichtgläubig oder einfach nur nichtsahnend dachte ich, dass es das nicht sei. Abends lud er mich auf ein Bier ein, was ich ebenfalls als einfache Nettigkeit abtat. Nach einigen Angrabsprüchen, machte ich ihm klar, dass ich so gar keinen Bock darauf hätte und auch nicht interessiert sei. Als ich mich in “mein“ Zimmer verabschiedete, dass nicht mal abschließbar war, musste ich mir von dem Kerl noch anhören, dass er am liebsten mitkäme. Mir war unwohl, ich fühlte mich völlig daneben und gleichzeitig ohnmächtig - denn der Typ belagerte in der Nacht scheinbar den Flur, wodurch für mich das einfache Abhauen noch unmöglicher erschien. Als ich nämlich nachts kurz ins Bad ging, stand er plötzlich wieder auf dem Flur.

Am nächsten Morgen konnte ich dann die Wohnung, weil er wohl noch schlief.

Später war ich so wütend. Auf den Kerl, auf mich. Und anschließend auch auf einen geringen Teil meiner Mitmenschen, der mir sagte, dass ich doch sofort hätte gehen sollen und mir teilweise den Vorwurf machte, dass ich mich selber in diese Situation gebracht hätte.

Ja, natürlich hätte ich dort nicht noch über Nacht bleiben sollen, wäre ich vor Schiss nicht so erstarrt gewesen. 
Dennoch rechtfertigt das nicht sein Verhalten, das meine Grenzen mehrmals übertrat. Dass er mir solche Angst machte, dass ich eben erstarrte.

Ein “nein“ heißt eben nur das und nicht “vielleicht“, nicht “eventuell“. Und, weil ich mir sicher bin, dass fast jede Frau in irgendeiner Weise schon ähnliches erlebt habe, möchte ich ein Zeichen mit setzen. Für Respekt und Liebe und gegen sexuelle Grenzüberschreitungen.

#1000gutegruende #sayno #timesup
  • Kann gerade nix in der Küche machen und draußen war doofes Wetter. Deswegen gibt es nur ein Bild mit Frodo und mir😁 #happyvanessaday #sundaymood #sundayfunday #catcontent #catlove #instacats #catstagram #frodobeutlin

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