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Fitness

Reebok Spartan Race in Wiehl bei Köln – Pain is temporary, pride is forever.

Wer mir bei Facebook folgt, wird schon mitbekommen haben, dass ich in der vergangenen Woche bei der lieben Jenny von Beingfitisfun zwei Startplätze für den Reebok Spartan Race in Wiehl gewonnen hatte. Nach anfänglicher riesen Freude, weil ich immer schon bei einem Hindernislauf mitmachen wollte, kam der kleine Schisser in mir zu Vorschein. Was hatte ich mir denn dabei gedacht? Mindestens 5 Kilometer mit mindestens 15 Hindernissen. Hindernisse, die nicht gerade dazu einladen, mal eben kurz nen Hüpfer zu machen. Unter Stacheldraht robben, durch Wassergräben waten, Speere werfen oder hohe Holzwände überklettern – das war alles mögliche, aber in jedem Fall nicht nur ein chilliger Lauf mit ein paar Hopsern!
Wenn mich die letzten Wochen einiges gelehrt haben, dann auf jeden Fall, dass ich einiges schaffe, was ich mir im ersten Augenblick vielleicht nicht zutrauen würde. Daher bestand auch nicht eine Sekunde der Gedanke meinen Gewinn nicht wahrzunehmen.
Zum Glück fand ich noch einen genauso bekloppten Mitstreiter wie mich im Freundeskreis, der sich aufopferte mit mir zum Spartaner zu werden (und das, obwohl er sogar einen Tag später noch einen Triathlon absolvierte). 
Mein Laufoutfit bestand übrigens aus Klamotten, die ich sehr günstig am Vortag geschossen hatte, weil ich mir nicht sicher war, ob ich den Schlamm nachher auch aus allen Sachen raus bekommen würde. Dazu noch Kompressionsstrümpfe von CEP (meine Wade zickt zur Zeit etwas rum) und meine Asics Gel Lyte 33, die mir auch im Gelände etwas mehr Halt geben, wobei ich zu gerne ein paar Trailrunningschuhe genutzt hätte, hätte ich davon ein Paar gehabt.

Das Wetter war ideales Laufwetter, anders kann ich es gar nicht sagen. Bewölkt aber knapp 22 Grad, sodass man nach diversen Wassergräben auch keine Angst haben brauchte am Kältetod zu erfrieren.
Angekommen am Parkplatz konnte man sich schon einen kleinen Eindruck über die Strecke verschaffen. Idyllisch wie es im Bergischen Land eben so ist, war es auch sehr hügelig. Und mit hügelig meine ich eigentlich echt bergig.

Auf dem Wettkampfgelände gab es aber erst einmal die erste Hürde zu nehmen, denn anscheinend hatte die Firma der Zeitvergabe bzw der Timingchips irgendwelche Schwierigkeiten. Dadurch mussten wir mehr als eine Stunde bei der Registrierung anstehen und verpassten dadurch mal eben unseren eigentlichen Start um 15 Uhr. Das kenne ich ehrlich gesagt ganz anders von anderen großen Wettkämpfen, daher empfand ich das echt als großes Manko…
Weil es aber nicht nur uns so ging, konnten wir auch mit der nächsten Startwelle loslegen und befanden uns dann endlich im Lauf. Der erste Berg kam direkt nach der Startlinie und mein Puls schoss dermaßen in die Höhe, dass ich schon dachte, dass das echt nix wird. Mit brennender Lunge und schon den ersten wackeligen Beinen ging es dann direkt nach dem Berg in das erste Wasserloch und weiter ca. 1 bis 1,5 km auf einem Feldweg entlang zu den nächsten Hindernissen.

Die ersten Blessuren gab es dann beim Kriechen unter Stacheldraht – für mich gar nicht so sehr schwierig, weil ich eigentlich krabbeln konnte. Und trotzdem waren überall Steine die sich in die Knie und die Ellenbogen bohrten. Da der nächste Wassergraben und Schlamm nicht weit entfernt war, merkte man diese Schrammen erst am Ende des Tages – ganz gut, ne?

Ach, insgesamt durfte ich 90 Burpees machen. Die musste man nämlich immer dann machen, wenn man ein Hindernis nicht schaffte und zwar jedes Mal 30 am Stück. Man kann meinen miesen Muskelkater in den Armen also gut verstehen, oder?

Zum Schluss gab es noch einen Sprung über das Ziel-Feuer – ich hatte allerdings so platte Beine, dass ich echt dachte, ich falle eher in das Feuer als oben noch drüber zu kommen…

Auch, wenn sich das jetzt nach Gejammer ohne Ende anhört – ich hatte mega viel Spaß und mir juckt es in den Fingern, mich für nächstes Jahr wieder anzumelden! Wer ein anspruchsvolles und gut organisiertes (ich denke, dass die Veranstalter die Verzögerungen an der Registrierung für nächstes Jahr in den Griff bekommen) Hindernisrennen mitmachen möchte, dem kann ich das Spartan Race total empfehlen!

Danke noch einmal an die liebe Jenny und Reebok, die mir den Start durch meinen Gewinn ermöglicht haben.

Und Danke an Tim, meinen mutigen Mitstreiter – im nächsten Jahr ziehen wir das ganze dann zügiger durch, oder?

Also, wer macht mit mir im nächsten Jahr von euch noch mit;)? 

By Vanessa, Juni 30, 2015
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ÜBER VANESSA
Vanessa, nordisches Mädchen, beheimatet am Niederrhein. Jung genug, um an Einhörner zu glauben, alt genug, um dem Leben unerschrocken gegenüber zu stehen.
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