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Deutschland, Travel

Unterwegs in Berlin…spul mal zehn Jahre zurück und vor.

Berlin habe ich zum letzten Mal ganz bewusst vor zehn Jahren „besucht“. Vor zehn Jahren. Jetzt ist also schon die Zeit angebrochen, bei der man denkt, dass das noch gar nicht lange her ist und sich vor sich selbst erschreckt, wenn man beim nachrechnen schon auf eine zweistellige Zahl kommt.
Vor zehn Jahren also, da dachte ich noch, dass ich mal irgendwas mit Politik machen werde. Und ich dachte auch, dass Tatort nur alte Leute angucken und Tütenprodukte super Mahlzeiten abgeben.
Es hat sich also einiges in den letzten zehn Jahren bei mir getan. 
Umso gespannter war ich, ob sich mein Eindruck von damals, nämlich der, dass Berlin ganz furchtbar und vor allem ganz furchtbar dreckig ist, widerlegen würde.
Da ich zu einem Schlag von Menschen gehöre, die ohne Planung kaputt gehen würden, habe ich natürlich schon Tage vor meinem Trip angefangen, sämtliche Blogs und Berlin-Empfehlungen zu durchforsten. Kennt ihr das? Ein Urlaub fängt dann schon an, wenn man im Vorfeld sich das schönste Café raussucht oder schon mal den Bikini für den Strand anprobiert…
Völlig bekloppt aber an diesem Wochenende bin ich zum ersten Mal ganz alleine geflogen. So ohne Begleitung. Irgendwie hatte sich das vorher nie ergeben. Und so war ich morgens um 5 vollkommen hibbelig am Flughafen zwischen lauter Businessleuten und fühlte mich sehr, sehr erwachsen:)
Weil ich am ersten Tag erst am Abend verabredet war, hatte ich schön viel Zeit, ein bisschen hin und her zu laufen. Vorgenommen hatte ich mir nur ein paar Lädchen, denn auch das Treibenlassen finde ich immer wunderbar – irgendwie bekommt man dann noch ein bisschen mehr von der Stadt mit und findet nebenbei noch irgendwelche schönen Cafés und Geschäfte, die man vorher auch noch nicht auf dem Schirm hatte (ja, es widerspricht jetzt völlig meinem Planungstick, aber hey, ich kann ja auch mal dazu lernen!)
Ich gebe euch in einem nächsten Post mal eine kleine Auswahl meiner aufgesuchten Frühstücks-und Shoppingparadiese – was wäre ich für eine Bloggerin, würde ich das nicht tun…!
Zuerst aber ein obligatorischen Brandenburger Tor-Selfie mit Augenringen um kurz nach acht – als noch niemand sonst dort war…Danach gab es dann weite Wege in Neukölln und Kreuzberg. Und diese weiten Wege bin ich übrigens gelaufen.

Und ich meine wirklich gelaufen. Nicht nur ein paar Meter bis zur nächsten Haltestelle. Ich weiß gar nicht, wie viele Kilometer ich an diesem Wochenende insgesamt zu Fuß zurück gelegt habe. Es scheinen aber sehr viele gewesen zu sein – schon mal bei ’nem Date plötzlich blutige Peeptoes gehabt? Probiert es nicht aus, es macht nicht unbedingt den souveränsten Eindruck und sieht dazu auch noch kacke aus…Ich erspare euch hiermit sämtliche Bilder dazu und setze voll auf eure Vorstellungskraft…

Am nächsten Tag kam ich dann nicht mehr wirklich gut in meine Chucks, aber ganz so eine Mimi bin ich dann ja doch nicht. Deswegen habe mich mit meiner lieben Freundin durch weitere schöne Ecken Berlins getragen, um noch mehr feine Lädchen und ein Katerwürdiges Frühstückscafé ausfindig zu machen. Gefunden haben wir auch einiges, was mein Herz wieder große Luftsprünge machen lässt, wenn ich nur daran zurück denke. Denn eins, was ich aus Berlin mitnehme, ist definitiv, dass es von allem alles und davon auch ganz viel gibt. Das Angebot an tollen Cafés, Bars, Restaurants und wunderbaren Läden ist so übermäßig groß, dass einem ein bisschen schwindelig wird. Aber nur ein bisschen. Dann kann man sich wieder fangen und diese Fülle an allem irgendwie ganz gut annehmen.

Was ich aber euch jetzt schon voll ans Herz lege, sind die Prinzessinnengärten. Urban Gardening ist ja ungefähr seit zwei Jahren der heißeste Scheiß der Großstädte und die Prinzessinengärten sind wirklich so zauberhaft, das ich sie ganz dringend weiterempfehlen muss! Natürlich muss man auf fancy und ein bisschen alternativ-öko Leute abfahren, aber dann kann man die Zeit dort aber wirklich genießen.

Heißester Scheiß bei Getränken? Ostmost Outcider. Saft und Cider von Streuobstwiesen aus Berlin, yeah! Aber wirklich!

Und sonst so? Zehn Jahre machen nicht nur schlauer, sondern zeigen einfach mal, dass nichts so bleibt wie es ist. Berlin hat sich in meinen Augen verändert – oder ich mich selbst auch so sehr, dass ich mit so vielen Eindrücken zurück gekehrt bin, dass ich mich erst einmal ein wenig sortieren muss. Dieses inspirierende Gefühl, das mir unsere Hauptstadt geliefert hat, hat gleichzeitig auch ein Gefühl von Aufbruchstimmung mitgebracht, das ich erst einmal klar bekommen muss. Was auch immer damit dann passiert.

Aber das nur nebenbei;)

By Vanessa, Juni 1, 2015
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ÜBER VANESSA
Vanessa, nordisches Mädchen, beheimatet am Niederrhein. Jung genug, um an Einhörner zu glauben, alt genug, um dem Leben unerschrocken gegenüber zu stehen.
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