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Wie ist das so, alleine zu reisen?

Es ist erst drei Wochen her, dass ich aus meinem Bali Urlaub zurück bin und einige haben meine kleine, große Reise in den Insta Stories mit verfolgt.

Wer da so fleißig mit geguckt hat und vor allem so liebe Nachrichten geschickt hat, dem danke ich hier auch nochmal von ganzem Herzen, ehrlich! Es war so toll, dass ihr genauso viel Spaß beim Zugucken hattet, wie ich beim Erleben der ganzen Sachen!

Und ihr habt eine ganze Menge Fragen zu der Reise gehabt, die ich schon über Instagram zum Teil versucht habe zu beantworten.

Eine Frage, die ganz oft und immer noch und wieder auftaucht, wenn ich von meiner Reise erzähle: Wie ist das denn so, alleine zu reisen?

Zu allererst: Wer mich schon mal gesehen hat, kann leicht den Eindruck gewinnen, dass ich ein kleines, blondes Mäuschen bin, dass auf Einhörner steht und eben ein typisches Mädchen ist. Vielleicht täuscht das immer ein wenig und vermittelt sogar den Eindruck, dass ich grundsätzlich nicht ohne typischen Mädchenkram verreisen könnte. Am besten auch nie ohne meinen pinken Koffer (den ich tatsächlich auch besitze). Und eben schon gar nicht alleine, weil man mir das irgendwie nicht zutraut.

Vielleicht sollte ich aber erst einmal erzählen, warum ich überhaupt alleine unterwegs war, denn das erklärt auch schon einiges.

Ich bin gerne mit mir alleine

Ich gehe gerne alleine ins Kino. Ich sitze gerne auf meiner Terrasse und lese. Ich gehe gerne alleine shoppen und setze mich in ein Café. Ganz alleine. Ohne, dass ich mich dabei einsam fühle.

Und ich glaube, dass ist es, was sehr viele schon staunen und eben dann fragen lässt, wie es so drei Wochen alleine auf Bali war. Weil anscheinend (das ist zumindest die Rückmeldung, die ich oft bekommen habe) viele Angst davor haben, mit sich alleine zu sein.

Es ist natürlich nicht von der Hand zu weisen, dass man sich alleine auch mit sich selbst viel beschäftigt. Ohne Ablenkung durch andere. Ohne beschwichtigende Worte durch Mitreisende, wenn man zum Beispiel sich selbst mit seiner Eigenart konfrontiert. Man bekommt seinen Schwächen und dunklen Punkten auch ziemlich nah und das zum Teil ganz ungefiltert. Und das kann natürlich Angst machen, wenn man es nicht gewohnt ist und nicht weiß, was man in einer längeren Zeit mit sich alleine anfangen soll.

Diese Angst hatte ich einfach zu keinem Zeitpunkt. Ganz im Gegenteil – ich hab mich genau darauf gefreut. Drei Wochen mit mir zu haben, selber zu entscheiden, in welchen Ort es als nächstes gehen wird oder, was ich am Abend essen möchte oder welchen Yogakurs ich besuchen kann. Spontan nochmal eine überlegte Planung zu verwerfen und mich mit niemandem abstimmen zu müssen.

Aus diesem Grund war ich eben alleine reisen. Auch ein bisschen, weil zu dem Zeitpunkt keiner meiner Freunde Zeit, Geld oder Lust hatte, mitzukommen. Überwiegend aber, weil ich auch alleine sein wollte.

 

 

Und ich glaube, dass das auch die Grundvoraussetzung ist, um alleine unterwegs zu sein. Man muss voll Bock auf richtig viel Zeit mit sich selber haben.

Während meiner Reise habe ich eine andere Frau kennen gelernt, die etwa in meinem Alter war und Bali auch nicht ihre erste Reise alleine war. Als wir beide über das Alleine Reisen sprachen, sagte sie was ganz tolles zu mir: Alleine reisen bedeutet unbegrenzte Freiheit – du hast die Freiheit mit dir alleine zu sein und dazu noch die Freiheit zu jederzeit auch andere Leute auf deiner Reise kennen zulernen.

Und genau so habe ich es auch empfunden. Unterwegs habe ich so tolle Gespräche mit ganz vielen interessanten Leuten geführt. Die meiste Zeit war ich aber tatsächlich alleine und fand es einfach sehr, sehr schön.

Ich habe so viel in diesen drei Wochen erlebt und auch dazu wurde ich ganz viel gefragt. Nämlich, wie das so ist, wenn man die Erlebnisse mit niemandem teilen kann.

Und auch dazu kann ich nur sagen, dass es mir nichts ausgemacht hat. Ich fand es schön, diese Dinge für mich zu erleben. Ich fand es aber genauso schön mit einer Gruppe von fünf Leuten den Mount Batur bestiegen und gemeinsam mit ihnen den Sonnenaufgang angeschaut habe.

 

Alleine zu reisen ist an sich keine große Sache. Aber die Voraussetzung dafür ist,  und da bin ich mir ganz sicher, dass man mit sich selbst gut alleine klar kommt.

Dann wird es auch nicht seltsam, alleine im Urlaub essen zu gehen oder alleine im Hotel einzuchecken, zumindest habe ich es nie für mich selbst als seltsam oder merkwürdig empfunden.

Alles in allem kann ich euch also nur sagen, dass es für mich toll war alleine zu reisen. Und es hat mich weiter gebracht, weil mir während der Reise auch einige Dinge klar geworden sind, die mir sonst wahrscheinlich nicht so klar geworden wären.

Würde ich es wieder tun?

Ganz klar: ja! Ich habe es genossen, keinerlei Verpflichtungen oder Verantwortungen zu haben und diese Freiheit mit spontanen Entscheidungen und Umentscheidungen zu füllen!

Wart ihr auch schon alleine unterwegs? Würdet ihr es wieder machen und wenn nicht, warum?

By Vanessa, Juli 5, 2017
  • 5
5 Comments
  • Isabell
    Juli 5, 2017

    Ganz toller Beitrag! Tatsächlich hast du mich ein bisschen inspiriert – ich bin auch gerne alleine unterwegs, aber alleine gereist bin ich noch nie. Möchte ich aber unbedingt mal! Auch wenn ich mich vielleicht erstmal nicht ganz so weit weg traue wie Bali. 🙂

    • Vanessa
      Juli 5, 2017

      Uh, das mit der Inspiration finde ich super! Ja, ganz so weit wie Bali muss es ja wirklich nicht sein, aber vielleicht mal so ein Wochenende in Europa, in eine Stadt, in die sonst niemand anderes mitkommen will oder so :)?

  • Berit
    Juli 5, 2017

    Hello,
    du hast meinen mega Respekt! Drei Wochen auf Bali ist echt krass. Ich überlege immer mal alleine wegzufahren… aber irgendwie habe ich dann immer mehr Bock auf gemeinsamen Urlaub. Das Erlebte besprechen und gemeinsam genießen. Trotzdem wäre es alleine sicher eine wichtige Erfahrung.

    viele Grüße
    Berit

  • Frauke
    Juli 6, 2017

    Oh, und wie gerne ich allein wegfahre! Vor letztes Jahr war ich 3 Wochen nur mit meinem Hund und meinem damaligen VW Caddy in Süddeutschland unterwegs. Herrlich! Seit ich meinen Freund habe ist es zugegebenermaßen etwas weniger geworden. Aber pro Jahr mindestens ein Wochenende muss einfach sein! Die Zeit allein ist so viel wert!
    Herrlich, dass du das für dich auch so entdeckt und lieben gelernt hast!
    Liebe Grüße, Frauke

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ÜBER VANESSA
Vanessa, nordisches Mädchen, beheimatet am Niederrhein. Jung genug, um an Einhörner zu glauben, alt genug, um dem Leben unerschrocken gegenüber zu stehen.
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  • Weil sich einige mehr Infos zur SoLawi gewünscht haben, kommt hier wieder etwas Input😊 Ihr seht mein erstes Gemüse, ganz frisch morgens geerntet und Nachmittags dann von mir abgeholt. Ich habe “nur“ einen halben Ernteanteil, weil ich einen ganzen Ernteanzeil alleine gar nicht komplett essen könnte. Und das hier ist schon ganz schön viel für mich🙈 Ein halbes Kilo Spinat, ein Kilo Kartoffeln, fast 300g Feldsalat, bisschen Asiasalat, 750 g Grünkohl, ein halbes Kilo Wirsing und eine Sellerieknolle❤ Der Preis für einen Monat ergibt sich aus den tatsächlichen Kosten, die der Landwirt hat, wobei das Prinzip der solidarischen Landwirtschaft ist, dass jeder so viel gibt, wie er kann. Das heißt, wenn du dir den monatlichen Richtwert nicht ganz leisten kannst, gibst du das, was für dich geht. Wenn du ein bisschen mehr als den eigentlichen Richtwert zahlen kannst, dann machst du das aber auch 😊 #solawikrefeld #solidarischelandwirtschaft #eatyourgreens #seasonalfood #plantbased

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